Wie man den richtigen Kugelhahn für das Sandstrahlen auswählt

Abbildung 1: Sandstrahlausrüstung mit Kugelhähnen am Auslass des Strahlkessels
Kugelhähne steuern den Fluss von Luft/Wasser und abrasiven Medien in Sandstrahlsystemen. Beim Sandstrahlen wird Sand mit hoher Geschwindigkeit (oder andere abrasive Materialien wie zerbrochenes Glas oder Kunststoff) verwendet, um eine Oberfläche zu reinigen oder Farbe zu entfernen. Der Prozess kann luft- oder wassergetrieben sein. Kugelhähne für Sandstrahler sollten hohen Drücken und abrasiven Umgebungen standhalten und eine präzise Regulierung des Medienflusses und des Systemdrucks gewährleisten. Dieser Artikel untersucht die Rolle von Kugelhähnen beim Sandstrahlen und konzentriert sich dabei auf ihre Bauform, Materialauswahl und betriebliche Überlegungen.
Inhaltsverzeichnis
- Kugelhahn für Sandstrahler
- Sandstrahlventiltyp
- Materialkompatibilität
- Druckbereiche
- Einfluss von Feuchtigkeit
- Ventilgröße
- FAQs
Sehen Sie sich unsere Online-Auswahl an Kugelhähnen an!
Kugelhahn für Sandstrahler
In Sandstrahlgeräten dient ein Kugelhahn in erster Linie zur Ein/Aus-Steuerung des Flüssigkeitsstroms, wie Druckluft oder Wasser.
- Luftzufuhrsteuerung: Kugelhähne steuern den Druckluftstrom vom Kompressor zum Strahlkessel. Sie ermöglichen es den Bedienern, die Luftzufuhr schnell zu starten oder zu stoppen, was für die Kontrolle des Sandstrahlbetriebs wesentlich ist.
- Wassersteuerung beim Nassstrahlen: Kugelhähne regeln den Wasserfluss in Nass- oder Dampfstrahlsystemen. Sie ermöglichen eine präzise Kontrolle der Wasserzufuhr, die mit dem abrasiven Medium gemischt wird, um Stäube zu reduzieren und die Oberflächengüte zu verbessern.
- Systemisolierung: Kugelhähne dienen als Absperrventile und ermöglichen es, Abschnitte des Sandstrahlsystems für Wartung, Sicherheit oder betriebliche Anpassungen abzuschalten, ohne das gesamte System zu beeinflussen.
- Steuerung der Abrasivmischung: Kugelhähne am Auslass des Strahlkessels regulieren den Fluss des abrasiven Mediums in den Luft- oder Wasserstrom. Dies ermöglicht Anpassungen zur Optimierung der Strahlleistung und zum Stoppen des Medienflusses bei Bedarf. Es ist wichtig, das Ventil vollständig zu öffnen oder zu schließen, um Erosion zu verhindern, da teilweise geöffnete Positionen den abrasiven Fluss konzentrieren und weichere Materialien wie Messing beschädigen können. Obwohl Kugelhähne verwendet werden, werden oft Dosier- oder Quetschventile wegen ihrer Präzision bei der Steuerung des abrasiven Medienflusses bevorzugt.

Abbildung 2: Diagramm einer Trockenstrahlanlage: Eingehende Luft vom Kompressor (A), Kugelhahn (B), Wasserabscheider (C), Druckregelventil (D), Manometer (E), Abrasivmittel unter Druck (F), Mischventil (G), Luft und Abrasivmittel unter Druck (H), Düse (I) und Strahl (J)
Sandstrahlventiltyp
2-Wege-Volldurchgang-Handkugelhähne werden aufgrund ihrer Einfachheit und Zuverlässigkeit häufig in Sandstrahlsystemen eingesetzt.
- Manuelle Bedienung ermöglicht eine schnelle und einfache Kontrolle des Luft-/Wasser- und Abrasivmedienflusses, was für Sicherheit und Effizienz wesentlich ist.
- Die 2-Wege-Konfiguration bietet einfaches Ein/Aus mit dichter Abdichtung.
- Die Volldurchgang-Bauform minimiert Turbulenzen und Verschleiß, indem sie dem abrasiven Medium ermöglicht, mit minimaler Einschränkung durchzufließen.
Materialkompatibilität
-
Gehäusematerial: Wählen Sie ein Ventilgehäusematerial, das mit Druckluft/Wasser kompatibel ist, abhängig von der Art des Sandstrahlens. Materialien wie Messing, Edelstahl und Kohlenstoffstahl sind Standard für Luft und Wasser.
- Edelstahl wird oft wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit bevorzugt. Messing ist besser für den allgemeinen Gebrauch geeignet und kostengünstiger.
- Dichtungsmaterial: Die Dichtungen oder Sitze sollten aus Materialien wie PTFE (Teflon) wegen ihrer chemischen Beständigkeit und geringen Reibungseigenschaften hergestellt sein.
Druckbereiche
Für die meisten Trockenstrahlverfahren verwendet der Luftkompressor einen typischen Druckbereich von 6,2 bis 6,9 bar (60 - 90 psi). Dieser Bereich ist effektiv für allgemeine Oberflächenreinigung und Beschichtungsentfernung. Nassstrahlsysteme arbeiten jedoch mit verschiedenen Drücken, die von 138 bis 517 bar (2.000 bis 7.500 psi) reichen.
Luft ist weniger dicht als Wasser und benötigt weniger Druck, um die gleiche Partikelgeschwindigkeit zu erreichen. Daher arbeiten Trockenstrahlsysteme mit niedrigeren Drücken als ihre nassen Gegenstücke. Wählen Sie immer einen Kugelhahn, der den maximalen Flüssigkeitsdruck des Systems bewältigen kann.
Einfluss von Feuchtigkeit
Feuchtigkeit führt Nässe in Sandstrahlsysteme ein. Feuchtigkeit kann zu Korrosion in Kugelhähnen führen, insbesondere wenn sie nicht aus korrosionsbeständigen Materialien hergestellt sind. Sie kann auch Dichtungen beschädigen, was zu Lecks führt, und zum Verklumpen von abrasiven Medien führen, was Blockaden und erhöhten Verschleiß am Ventil zur Folge hat. Um diese Herausforderungen anzugehen:
- Verwenden Sie Kugelhähne aus korrosionsbeständigen Materialien wie Edelstahl oder Messing.
- Installieren Sie Wasserabscheider oder Drucklufttrockner vor dem Kugelhahn, um den Feuchtigkeitseintritt in den Strahlkessel zu reduzieren.
Ventilgröße
Die Ventilgröße sollte mit der im Sandstrahlsystem verwendeten Düse und dem Schlauch kompatibel sein. Standardgrößen reichen von 1/4 Zoll bis zu mehreren Zoll im Durchmesser.

Abbildung 3: Sandstrahlprozess






